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Grauer Star-Operation

Als eines der bundesweiten Topzentren bieten wir Ihnen seit 2015 die Operationstechnik mit dem Femtosekundenlaser an, die modernste Form des Linsenaustauschs!

bdocDie Operation des grauen Stars (Kataraktoperation) zählt heutzutage zu den Routineeingriffen und wird in Deutschland über 600.000-mal pro Jahr durchgeführt. Bei diesem Eingriff wird der getrübte Linsenkern durch eine künstliche Linse (Intraokularlinse oder kurz IOL) ersetzt. Die häufigste Ursache für den Grauen Star ist die altersbedingte Eintrübung der Augenlinse.

Die ersten Anzeichen sind beispielsweise:

  • verschwommenes Sehen
  • die Farben leuchten weniger
  • Lichter blenden
  • es erscheinen Doppelbilder an einem Auge
  • man sieht bei Dunkelheit schlechter

Weitere Ursachen für eine Linsentrübung können beispielsweise sein:

  • Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes mellitus
  • bestimmte Medikamente, beispielsweise Cortison
  • Verletzungen am Auge

Der Operationsablauf Standard

In der Regel erfolgt die Behandlung in örtlicher Betäubung und dauert lediglich ca. 15 Minuten. Doch mit den Vor- und Nachbereitungen für die Operation sollten Sie ca. 1 ½ Stunden Aufenthalt im Operationszentrum einplanen. Bitte denken Sie daran, dass Sie nach der Behandlung nicht selbst Auto fahren dürfen.

Um an die trübe Linse zu gelangen macht der Operateur einen winzigen Schnitt in die Hornhaut. Dieser verschließt sich am Ende des Eingriffs von selbst, so dass eine Naht in der Regel nicht notwendig ist.
Die Linse wird durch Ultraschall-Technik zerkleinert und entfernt. Nun ist Platz für die neue Kunstlinse, die in die klare Linsenkapsel implantiert wird. Am Ende der Operation erhalten Sie zum Schutz des Auges einen Salbenverband.

Einsetzen der Linse ins AugeEinsetzen der Linse ins Auge

Der Operationsablauf Premium Laser-Linsenoperation mit dem LENSAR™ Katarakt-Laser

Seit Oktober 2015 wird in unserer Klinik eine neue Operationstechnik des Grauen Stars (Katarakt) eingesetzt.

Mit dem LENSAR™ Katarakt-Laser kann die Behandlung noch präziser und sicherer durchgeführt werden. Dieser verfügt als einziger Katarakt-Laser über ein sogenanntes
3-D-CSI-Kamerasystem (Scheimplugkamera), welches ein echtes 3-D-Bild des vermessenen Auges erzeugt.

     LENSAR_laser LENSAR_laser

Der Einsatz des Lasers unter der Kontrolle des Chirurgen

  • Vermessen des Auges mit dem 3-D-CSI-Kamerasystem
  • Lasern eines winzigen Zugangsschnittes am Rand des Auges (früher mit dem Messer durchgeführt)
  • Schneiden einer kreisrunden Öffnung in die vordere Linsenkapsel (Kapsulotomie)
  • Zerkleinern der trüb gewordenen Augenlinse
  • Korrektion der Hornhautverkrümmung durch kleine Schnitte in die Hornhaut (bei Bedarf)

Diese Schritte werden vorher genau vom Chirurgen geplant und während der Behandlung in Echtzeit vom Chirurgen auf dem Monitor überwacht.

Scheimpflug LENSAR Scheimpflugdarstellung Lensar

Der LENSAR™ ist übrigens das einzige Katarakt-Laser-System, welches über ein Scheimpflug-Kamerasystem verfügt, welches reelle 3-D-Bilder erzeugt. Es ist genauer als die OCT-Systeme, mit denen alle anderen Laser ausgestattet sind.



Vorteile der Katarakt Operation mit Laser

  • Kontaktring liegt nur auf der Lederhaut auf und berührt nicht die Hornhaut
  • Deshalb haben wir bis zu 75% weniger Epithelzellenverlust als bei anderen Lasersystemen
  • Präzisere Schnitte in die Hornhaut (genau vorgeplant)
  • Reproduzierbare Schnitte – unabhängig von äußeren Faktoren
  • Präzisere Eröffnung der Linsenkapsel (besseres Sehen mit der neuen Linse im Vergleich zur herkömmlichen Operations-Technik)
  • Genauere Zentrierung der Kunstlinse (Besseres Sehen gerade bei Premiumlinsen)
  • Es wird teilweise keine Ultraschallenergie verwendet, da die Linsenstücke nur abgesaugt werden müssen (schonender für das Auge)
  • Echte 3-D-Bilderzeugung und Kontrolle des Auges während der Prozedur (gibt mehr Sicherheit für den Patienten und Chirurgen)

Nach der Operation

Am Tag nach der Operation wird der Verband bei Ihrem Augenarzt abgenommen. Das Auge wird untersucht und im Regelfall erreichen Sie schon ein gutes Sehvermögen. Sie bekommen entzündungshemmende Augentropfen verschrieben und dürfen sich in den nächsten Tagen nicht körperlich stark belasten. Wenn eine Monofokallinse implantiert wird, passen wir in der Regel nach ca. 3 Wochen die neue Brille an.

Bitte beachten Sie:

  • nicht am frisch operierten Auge reiben oder Schmutz ans Auge bringen
  • ebenso sind körperliche Aktivitäten, die mit größerer Anstrengung verbunden sind, zu meiden
  • eine leichte, beispielsweise versehentliche Berührung des Auges oder der tägliche Spaziergang sind unproblematisch

Kunstlinsen (Intraokularlinsen, IOL)

Heutzutage steht eine Vielzahl verschiedener Kunstlinsen zur Auswahl, die sich in Material und Eigenschaften unterscheiden. Für die optimale Wahl des Linsenimplantates werden im Vorfeld des Eingriffs eingehende Untersuchungen und eine genaue Messung der Augen des Patienten vorgenommen sowie ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Arzt geführt.


Standardlinsen

Zu den Standardlinsen zählen sogenannte monofokale Linsen, das sind Linsen, die nur einen Brennpunkt erzeugen. In der Regel wählt man die Brechkraft so, dass der Patient in die Ferne ohne Brille scharf sieht (z. B. zum Autofahren). Für die Nähe benötigt er dann meistens noch eine Brille.


Premiumlinsen

Als Premiumlinsen, werden Linsen mit “Zusatz”-Nutzen bezeichnet.
Wir unterscheiden zwischen:

Asphärische IOL:

  • optimale Abbildungsqualität und Kontrastverbesserung gegenüber Standard IOL
  • dadurch verbessertes Dämmerungssehen

Asphärische IOL mit Intermediärunterstützung:

  • die asphärische IOL mit Intermediärunterstützung hat weitestgehende Brillenunabhängigkeit für die Ferne und den Zwischenbereich zum Ziel
  • aufgrund der unterschiedlichen Schärfebereiche der Intraokularlinse, kann es gegebenenfalls zum Auftreten von Lichteffekten kommen
  • zum Lesen ist weiterhin eine Nahbrille erforderlich

Torische IOL:

  • bei Hornhautverkrümmung führt die Versorgung mit einer Standard-oder asphärischen IOL zu einem verzerrten Sehen, nur mit einer Brille kann dieser Restfehler auskorrigiert werden
  • möchten Sie das Tragen einer Fernbrille vermeiden, sollte eine torische IOL gewählt werden, diese korrigiert den Hornhautastigmatismus
  • zum Lesen und für den Zwischenbereich ist weiterhin eine Brille erforderlich

Multifokale IOL:

  • die multifokale IOL hat eine erhöhte Brillenunabhängigkeit in allen Sehbereichen zum Ziel
  • dadurch kann in ca. 80% der Tätigkeiten eine Brille vermieden werden
  • aufgrund der unterschiedlichen Schärfebereiche der Intraokularlinse, kann es gegebenenfalls zum Auftreten von Lichteffekten kommen

Multifokal torische IOL:

  • die multifokal torische IOL wird dann eingesetzt, wenn eine weitestgehende Brillenunabhängigkeit bei Hornhautverkrümmung angestrebt wird
  • dadurch kann in ca. 80% der Tätigkeiten eine Brille vermieden werden
  • aufgrund der unterschiedlichen Schärfebereiche der Intraokularlinse, kann es gegebenenfalls zum Auftreten von Lichteffekten kommen